Aktuelle News aus München

10.01.2019 donaukurier.de - Stickoxid-Belastung in München gesunken Die Luft auf Bayerns Straßen ist sauberer geworden. Der Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) wurde im vergangenen Jahr... hier weiter lesen

15.12.2018 derwesten.de - Muss Markus Söder ins Gefängnis? Europäischer Gerichtshof prüft Möglichkeit von Zwangshaft Bayern weigert sich, angeordnete Diesel-Fahrverbote umzusetzen... hier weiter lesen

20.11.2018 faz.net - EuGH soll Zwangshaft für bayerische Minister klären Dürfen bayerische Amtsträger inhaftiert werden, weil sie kein Diesel-Fahrverbot in München planen? Ein Gericht will nun rechtliche Klarheit... hier weiter lesen

22.10.2018 sueddeutsche.de - Harsche Kritik wegen dreckiger Luft Mehrere Umwelt- und Verkehrsverbände haben die Staatsregierung erneut heftig kritisiert, weil sie sich beharrlich gegen Diesel-Fahrverbote... hier weiter lesen

05.10.2018 abendzeitung-muenchen.de - 10.000 Euro für Münchner Diesel-Fahrer? Wer in München einen Selbstzünder fährt und diesen umtauscht, soll laut Herstellern eine Prämie bekommen. Geht die GroKo mit?... hier weiter lesen

17.09.2018 sueddeutsche.de - Was bedeuten Frankfurts Diesel-Fahrverbote für München? Frankfurt muss Diesel-Autos aussperren. Das hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden... hier weiter lesen

05.09.2018 tz.de - Reiters Masterplan für München: Autos raus aus der Altstadt Herr Reiter, Luft ist derzeit wieder ein Thema. Ist der Ansatz richtig, Politiker der Staatsregierung notfalls... hier weiter lesen

Blaue Umweltzone in München – Planung

Der Oberbürgermeister von München Dieter Reiter sieht einen starken Handlungsbedarf beim Thema Luftverschmutzung und hat eine längere Planungsphase anberaumt. Der Frage wird, durch die ausstehende Klage der Deutschen Umwelthilfe auf Einhaltung von Grenzwerten, zusätzlich Nachdruck verliehen.

Zu Beginn des Jahres 2018 erwirkte die DUH erneut die Zahlung eines Zwangsgeldes, weil der Luftreinhalteplan immer noch keine effektiven Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität umfasst. Daher sollen im folgenden Jahr mögliche Maßnahmen und ihre positiven Auswirkungen auf die städtische Luftqualität debattiert werden, auch eine Blaue Zone schließt er nicht aus. Mit dem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichtes vom 28.02.2018 wurde die Münchens Situation gestärt und Reiter will nun möglichst schnell mit der bayrischen Landesregierung zusammenarbeiten und eine Lösung für München herbeiführen.
Widerstand gegen solche Vorhaben kommt jedoch nicht nur aus politischen Kreisen, sondern auch von dem in München ansässigen Autokonzern BMW, der eher auf Anreize beim Kauf von Autos mit alternativen Antriebsmöglichkeiten setzen möchte. Die Grünen hingegen gehen sogar noch weiter und wollen über die Einführung einer Blauen Umweltzone hinaus nun auch besonders schadstoffreiche SUV aus der Innenstadt verbannen. Die Münchener Debatte wird also durch sehr unterschiedliche Akteure sehr vielseitig geführt.

Stickoxide in München - Informationsstand bis Februar 2018

München wurde 2017 die Stadt mit der höchsten Stickstoffdioxid-Belastung in Deutschland. In der bayerischen Landeshauptstadt lag der Jahresmittel bei 78 µg/m3.

In München existieren derzeit 5 Messstellen, die vom Bayerischen Landesamt für Umwelt betrieben werden. Teilweise werden hier Tagesmittelwerte für Stickoxid gemessen, die bis zu 150% des EU-Grenzwertes von 40 µg/m3 erreichen. Schuld an diesen Überschreitungen sind größtenteils Diesel-Fahrzeuge, die die vorgeschriebenen Normen für NO2 nicht einhalten. Aus diesem Grund hat München bereits einige Initiativen ergriffen. Zum Beispiel hat es DHL-Depots im Stadtzentrum eingeführt, von denen aus nur mit E-Autos und Elektro-Scootern ausgeliefert wird. Andererseits wird das Ausbleiben deutlicherer Maßnahmen zur Erneuerung des Münchener Nahverkehrs kritisiert, der momentan wenig innovativ ist. Auf Grund der hohen Luftverschmutzung, sieht OB Reiter umfangreiche Maßnahmen zwar als notwendig an, hat allerdings bereits verkündet, dass es um die Einführung von Fahrverbotszonen keinen Weg herumgibt.