Aktuelle News aus Hamburg

04.10.2017 elbe-wochenblatt.de - Hat der Diesel bald ausgedient? Dicke Luft durch den Diesel: In Hamburg sind nicht viele Fahrverbote geplant, auch eine Umweltzone mit Verkehrsbeschränkungen soll es... hier weiter lesen

27.09.2017 welt.de - Wie Hamburg die Hauptstadt der E-Mobilität werden will Es war im September 2016, da saß Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) am Steuer eines Audis und strahlte so... hier weiter lesen

18.09.2017 shz.de - Interview: Jens Kerstan über Dieselautos, Kreuzfahrtschiffe und Schwarz-Grün Der Hamburger Umweltsenator spricht im Interview über die Einführung von Umweltzonen, Strafgelder... hier weiter lesen

07.09.2017 abendblatt.de - Kämpfer: Bei Luftreinhaltung vor allem Bund in der Pflicht In der Debatte um die Luftverschmutzung in den Städten durch Autoabgase fordert Kiels... hier weiter lesen

31.08.2017 abendblatt.de - Tempo 30– an der Winsener Straße bleibt die Luft schlecht Die Belastung mit Schadstoffen ist stärker als in der Max-Brauer-Allee. Nur die Lärmbelastung ist geringer geworden... hier weiter lesen

21.08.2017 abendblatt.de - Diesel-Fahrverbot betrifft 239.000 Fahrzeuge in Hamburg Mehr als 70 Prozent aller Hamburger Diesel dürfen künftig nicht mehr durch mit Stickoxiden belastete Strecken in Altona fahren... hier weiter lesen

16.08.2017 abendblatt.de - BUND droht mit Klage: Drohen nun Fahrverbote in Hamburg? Stickoxid-Werte weit über Grenzwerten. Naturschützer verweisen auf neues Urteil und verlangen Einhaltung schon im Jahr 2018... hier weiter lesen

28.07.2017 NDR.de - Diesel-Fahrverbot: Was plant Hamburg? Wir sprechen dazu mit Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan von den Grünen... hier weiter lesen

02.05.2017 spiegel.de - Hamburg sperrt zwei Hauptverkehrsadern für Diesel-Autos Weiterer Rückschlag für die deutsche Autoindustrie: Als erste Großstadt in Deutschland will Hamburg... hier weiter lesen

Blaue Umweltzone in Hamburg - Planung

Die Stadt Hamburg hat in gewisser Weise eine Vorreiterrolle, da hier zum ersten Mal konkrete Pläne einer Fahrverbotszone durchdacht werden. Jens Scholz, Senator für Umwelt und Energie, gab bereits im Juli 2016 bekannt, dass stärkere Maßnahmen zur Verbesserung der Hamburger Luftqualität ergriffen werden müssten und schloss auch die Einführung von Fahrverboten für Dieselfahrzeuge, also eine Blaue Umweltzone, nicht aus. Daraufhin kündigte die lokale Umweltbehörde im Mai 2017 konkrete Maßnahmen an, die bisher allerdings stark diskutiert werden. So sollen Straßenabschnitte der Stresemannstraße und der Max-Brauer-Allee für ältere LKW ohne Euro-6-Norm aber auch für einen Großteil der Diesel-PKW gesperrt werden. In der Umsetzung gibt es allerdings Probleme, da somit auch dreiviertel der städtischen Flotte nicht mehr fahren dürften. Eine hohe Anzahl von Sonderregelungen für Polizeifahrzeuge, Krankenwagen und Anlieger, machen die Einschränkungen teilweise nichtig. Außerdem würde die flächenmäßig kleine Begrenzung, das Problem wahrscheinlich nur verlagern. Aus diesem Grund, will Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz seinerseits das Fahrverbot auch verhindern und setzt auf einen Luftreinhalteplan, der unterschiedliche alternative Maßnahmen beinhaltet. 

Stickoxide in Hamburg - Informationsstand bis September 2017

In Hamburg wird aktuell an 15 Stellen die Luftqualität gemessen. Aus diesen Ergebnissen wird ein Index der Luftqualität errechnet, der stündlich aktualisiert wird und auf der städtischen Internetseite abgelesen werden kann. Im Allgemeinen ist dieser Index für eine Großstadt sehr gut, da in Hamburg alle Grenzwerte eingehalten werden, mit Ausnahme der Stickoxid-Werte. Diese übersteigen regelmäßig die von der EU vorgegebenen Grenzwerte.
Aus diesem Grund wurde die Stadt bereits mehrmals vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) verklagt. Das Verwaltungsgericht Hamburg hatte den Senat zuletzt zu einer Weiterschreibung des Luftreinhalteplans verpflichtet, der weiterführende, angemessene Maßnahmen zur Einhaltung von Richtwerten vorschreiben soll. Gleichzeitig begründet die Stadt Hamburg das bisherige Ausbleiben einer Umweltzone mit einem zu geringen zu erwartenden Effekt, verbunden mit einer erheblichen wirtschaftlichen Belastung. Diesen Grund hatte auch das Amtsgericht akzeptiert, weswegen der neue Luftreinhalteplan auf drei Hauptpfeilern aufbaut: die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs und die Steigerung der Anteile des Radverkehrs, die Erneuerung der stadteigenen Flotte hin zu einem emissionsarmen Kraftfahrzeugverkehr und eine Reihe von unterschiedlichen Maßnahmen, die auf die Minimisierung der Luftverschmutzung durch den Hafensektor und die Energieindustrie abzielen.
Die von Umweltsenator Scholz angestoßenen partiellen Fahrverbote haben nun eine neue Debatte angestoßen.