Blaue Plakette bleibt im Blick der Politik!

Wann, Wo, Warum: Tagesaktuelle Infos zur Blauen Plakette

Nächster Dieselgipfel vorbei – Effektiv ist aber nichts passiert
„Eine Milliarde allein wird Fahrverbote nicht verhindern“ so scheint der Haupttenor nach dem dritten Dieselgipfel der Kanzlerin am Dienstag 28.11.2017. Denn was ist seit den vorangegangenen Gipfeln überhaupt passiert? Und wie weit gehen die Meinungen über die neueste Beratung auseinander? Die Deutsche Umwelthilfe hält den Gipfel für gescheitert, da er nicht zu mutigen und kurzfristigen Lösungen beiträgt. Winfried Kretschmann gibt bekannt, er versteht den anhaltenden Widerstand gegen die blaue Plakette nicht. Die Bürgermeister der betroffenen Kommunen heißen Angela Merkels Versprechen gut, es nicht bei einer Milliarde zu belassen, sondern die Unterstützung in den nächsten Jahren zu verstetigen. Trotzdem muss dieses Geld erst einmal fließen, denn bisher ist von den versprochenen Summen noch nichts bei den Städten angekommen. Außerdem wird das beschlossene Maßnahmenpaket eher mittel- und langfristig wirken, da man besonders die städtischen Flotten auf Hybrid- und Elektroantrieb umsatteln will. Die Automobilindustrie weigert sich allerdings weiterhin, Hardwareumrüstungen an den bestehenden Dieselfahrzeugen vorzunehmen, weswegen diese auch weiterhin die Luft verpesten.

Der Verband Deutscher Automobilunternehmer sagt selbst, digitale Maßnahmen zur Verflüssigung des Straßenverkehrs sein kurzfristig am sinnvollsten – und weist damit jegliche Verantwortung von sich und auf die Schultern der Städteplaner. Effektiv ist also nichts passiert. Bleibt das Warten auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zu Fahrverboten, welche im Februar erwartet wird.
Und weil die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Richter für Fahrverbote entscheiden werden, hat die Stadt Düsseldorf diese Woche schon mal die Umrisse einer möglichen blauen Umweltzone festgelegt.

Städtetag fordert nun auch die Blaue Plakette

Der Deutsche Städtetag unterstützt nun doch die Einführung einer blauen Plakette, da sie die einzige Möglichkeit darstellt, kurzfristig messbare Erfolge in der Verbesserung der Luftqualität zu erzielen. Die Städte treibt die Angst vor den ausstehenden Gerichturteilen wegen Nichteinhaltung von Grenzwerten. Diese Urteile könnten im schlimmsten Falle auch generelle Fahrverbote verordnen.
Nachrüstungen von Autos wurden zuerst als beste Lösung für das Abgasproblem gehandelt. Allerdings gibt es bisher zu wenige eindeutige Zeugnisse für die Wirksamkeit dieser Nachrüstungen. Nicht nur dass viele Verbraucher sich quer stellen, auch die Autoindustrie kann noch keine genauen Zahlen vorzeigen, wie viele Wagen bisher nachgerüstet wurden und welche konkreten Verbesserungen dies hergeleitet hat.
Die blaue Plakette soll saubere von dreckigen Dieseln unterscheiden. Auf Grund der Manipulierung an den Motoren und Täuschungen auf den Prüfständen, sind Euro 6 Diesel jedoch nicht unbedingt sauberer als ältere Fahrzeuge. So soll ein Diesel mit Euro 4 Norm im Realverbrauch umweltfreundlicher sein, als ein neuer Euro 6 Wagen. Die Ausschließung der Fahrzeuge nach Abgasnorm ist dementsprechend recht willkürlich und kann so eigentlich nicht funktionieren.
Die Städte hoffen zudem auf eine schnelle Auszahlung der Gelder aus dem Dieselfond, der eine Milliarde Euro zur Umsetzung von emissionsarmen Verkehrsprojekten bereitstellt. Das Bewerbungsverfahren für diese Gelder ist momentan allerdings noch langwierig und kann nicht, wie erhofft, verkürzt werden, da es für den Entscheid eine vorhandene Bundesregierung benötigt.

VW-Chef Müller will Blaue Plakette!

Ein Diskurswechsel bei Volkswagen:
„Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass wir Sinn und Zweck der Dieselsubventionen hinterfragen sollten. Wenn der Umstieg auf umweltschonende E-Autos gelingen soll, kann der Verbrennungsmotor Diesel nicht auf alle Zeiten weiter wie bisher subventioniert werden.“ So sprach VW-Chef Matthias Müller im Handelsblatt-Interview an diesem Wochenende und schob gleichzeitig die Teilschuld des stockenden Umstiegs auf umweltfreundliche Autos der Politik zu. Diese gibt jährlich bis zu 8 Milliarden Euro für die Subventionierung des Diesels aus – Geld das lieber zur Forschung für alternative Antriebsarten verwendet werden sollte. Außerdem sagte Müller dem Handelsblatt, er „plädiere für die Einführung einer blauen Umwelt-Plakette“, um generelle Fahrverbote zu vermeiden. Dies stellt einen drastischen Kurswechsel im Diskurs des Konzerns dar.
Volkswagen bemüht sich eindeutig um ein positives, umweltfreundliches Image. Nach der Dieselaffäre wurde ein Nachhaltigkeitsrat ins Leben gerufen, der den Konzern in eine „neue, bessere Zeit“ begleiten soll so der Ratsvorsitzende Georg Kehl. Außerdem wirbt das Unternehmen mit seiner Ausstellung zum Thema Nachhaltigkeit, welche in den Wintermonaten in der Berliner Repräsentanz öffentlich zugänglich ist.

Dieselfahrverbote in NRW im Anmarsch?!

Düsseldorf, Köln, Wuppertal Düren – das sind Städte mit besonders hoher Luftverschmutzung, welche in Nordrhein-Westfalen hauptsächlich durch den starken Autoverkehr zustande kommt. 46.000 Pendler sollen allein in Düsseldorf täglich mit dem Auto zur Arbeit fahren. Davon müssten wenigsten 5.000 vom Verkehr ausgeschlossen werden, um Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxid in den Griff zu bekommen.
Aus diesem Grund kommt Regierungschefin Brigitta Radermacher zu dem Schluss, dass man um Verbote bestimmter Fahrzeuge zu bestimmten Zeiten wahrscheinlich nicht herumkomme. Die Landeshauptstadt Düsseldorf wartet derzeit auf den Bescheid des Bundesverwaltungsgerichts, dass über rechtliche Voraussetzungen für Dieselfahrverbote entscheiden soll. Andererseits hofft man auf eine kurzfristige Einführung der Blauen Plakette, welche wenigsten den sauberen EURO-6-Dieseln die Fahrt weiterhin erlauben würde. Andernfalls, müsste man zu generellen Dieselfahrverboten greifen.
In 60 von 127 Messstellen in Nordrhein-Westfalen werden die zulässigen Jahresmittelwerte von 40 µg/m3 überschritten. Neben Einschränkungen im Verkehr, werden auch Maßnahmen im Bereich Binnenschifffahrt angestrebt, da dieser Sektor ebenfalls mit einem Anteil von 7% zur Luftverschmutzung beiträgt.

Hendricks: „Diejenigen, die nachgerüstet sind und fahren dürfen, müssen ja auch gekennzeichnet werden!

Ob nun ein Dieselfahrverbot kommt oder nicht oder ob Fahrzeuge technisch mit Hardware nachgerüstet werden oder nur mit einem Software-Update. Fakt ist, dass in allen diesen Fällen die dann sauberen Diesel von dreckigen Dieseln unterschieden werden müssen und diese auch von den Benzin- und Elektrofahrzeugen. Eine Erkenntnis, die bei Fachleuten wie auch an deutschen Stammtischen seit über einem Jahr völlig auf der Hand liegt: Dies geht nur mit der blauen Plakette.
Auch deswegen gab Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in der am Abend stattfindenden Talk-Runde bei Dunja Hayali noch einmal zu bedenken: „Diejenigen, die nachgerüstet sind und fahren dürfen, müssen ja auch gekennzeichnet werden.“ Eine Erkenntnis, die den deutschen Verkehrsminister Dobrindt bis zum heutigen Tage noch nicht ereilt hat.

Dieselfahrverbot zum 1. Januar 2018 in Stuttgart gerichtlich bestätigt! - Die App zum Dieselfahrverbot ab sofort kostenlos verfügbar!

Täglicher Status der Einfahrberechtigung für jede Zone und Plakettenart in Europa im Web und als App
Interaktive, zoombare Karten für Deutschland, Frankreich, Österreich, Dänemark oder Europa gesamt.

Die jeweiligen lokalen Regelungen einer europäischen Umweltzone in 5 Sprachen

Das von der DHU Deutsche Umwelt Hilfe angestrengte Verfahren für eine bessere Luftreinhaltung und ein Dieselfahrverbot in Stuttgart ist vom zuständigen Verwaltungsgericht am 28.07.2017 bestätigt worden. Nunmehr ist davon auszugehen, dass es in der Hauptstadt Baden-Württembergs - wie geurteilt - ein Dieselfahrverbot geben wird, welches bestimmte Straßen/Zonen betreffen wird.
Ob und wann es nach dem Urteil vom 28.07.2017 dann konkret zu welcher Art von Fahrverboten kommen wird und in welcher Form diese in welchen Strassen und Zonen umgesetzt werden, ist noch nicht festgelegt. Das Verkehrsministerium des Bundeslandes wird die Entscheidung des Verwaltungsgerichts im Detail prüfen.
Nach Aussage der Behörde handelt es sich um ein "sehr komplexes Urteil". Aus diesem Grunde werde erst einmal  die schriftliche Urteilsbegründung abgewartet, die im August verfügbar ist.

In jedem Falle kann erwartet werden, das nunmehr andere Städte wie Hamburg, München und Berlin durch gleichlautende Verwaltungsgerichtsurteile ebenfalls Dieselfahrverbotszonen einrichten werden (müssen).

Um diese ständig eingerichteten oder temporären (wetterabhängigen) Dieselfahrverbotszonen zu erkennen, zu umfahren oder mit dem richtigen Fahrzeugtyp und/oder Plakette durchfahren zu können, bedarf es der Green-Zones-App.
Hier Info über die Funktionsweise der Green-Zones App. Direktdownload für Android in 5 Sprachen hier im Google-Play-Shop.

© OpenStreetMap-Mitwirkende & Green-Zones GmbH
Der Kauf einer Umweltplakette oder Umweltvignette in Europa alleine hilft oftmals nicht weiter. Entscheidend ist in vielen Fällen die Kenntnis, welche Klasse der jeweiligen Plakette oder Vignette in welche Art von Umweltzone aktuell einfahren darf. Mehr zu den Echtzeit-Informationsdienstleistungen von Green-Zones hier ...
Darf mein Diesel weiter in die Stadt? Wie geht es mit dem Wirtschaftsverkehr weiter? Ist das nicht alles ein bisschen Gaga? Das sind alles berechtigte Fragen unserer besorgten Bürger! Sinn und Unsinn rund um NOₓ & Co. – alle 14 Tage bei Blue-Toons neu aufs Korn genommen. ...
Stickoxide - vor allem von Dieselfahrzeugen - sind der Grund, warum es die Blaue Plakette gibt. Wer wissen will, wie und wo Stickoxide wirken, wer außer VW & Co. für diese verantwortlich ist und wie diese unsere Gesundheit schädigen, kann sich hier detailliert darüber informieren ...
Blaue Umweltzone Zonenschild blau
Wann, wo und wie die blauen Umweltzonen in welchen Städten eingeführt werden sollen und können, legt die jeweilige Kommune fest. Berlin, München, Stuttgart & Co. werden ihre Regelungen rechtzeitig bekanntgeben. Alle News aus den Städten dazu finden Sie hier ...

Die Blaue Plakette und Umweltzonen in den Medien

22.01.2018
Ab Februar drohen Fahrverbote in Städten, in denen die Grenzwerte für Stickoxide überschritten werden. Während Kommunen Elektrotaxis und den ÖPNV fördern... hier weiter lesen
 
21.01.2018
Regensburg führt Mitte Januar als vierte bayerische Stadt eine Umweltzone ein. Der Verband erinnert in diesem Zusammenhang an die Bedeutung eines funktionierenden... hier weiter lesen
 
20.01.2018
Das ging schnell: Binnen Jahresfrist ist die Belastung der Luft am Neckartor deutlich zurückgegangen. Stuttgarts OB Fritz Kuhn will die Verbesserungen nutzen... hier weiter lesen
 
19.01.2018
Es ist derzeit keine Abschaffung des sogenannten Dieselprivilegs und keine "blaue Plakette" für schadstoffarme Fahrzeuge geplant. Das teilte die geschäftsführende... hier weiter lesen
 
18.01.2018
Im Streit um Fahrverbote wird der Ton rauer – Minister bittet Bund um Geld für Busse. Nach gerade einmal zehn Tagen im neuen Jahr musste Stuttgart den ersten Feinstaubalarm... hier weiter lesen
 
17.01.2018
Schiffe stoßen besonders viel Feinstaub und Stickoxid aus. Grenzwerte gibt es kaum und zudem keinen Platz für Partikelfilter und Stickoxid-Katalysatoren unter... hier weiter lesen
 
16.01.2018
Die Münchner Umweltreferentin will dem Stadtrat eine Weiterentwicklung der bestehenden Umweltzone vorschlagen. Voraussetzung ist allerdings die Einführung neuer Plaketten... hier weiter lesen
 
15.01.2018
Für den 22. Februar hat das Bundesverwaltungsgericht Leipzig einen Verhandlungstermin zu Diesel-Fahrverboten angesetzt. Ein Urteil könnte auch Auswirkungen auf... hier weiter lesen
 
Blaue Plakette N OX 2017 (Guilloche)
Die Deutsche Umwelthilfe hat eine Definition der Berechtigten für eine Blaue Plakette erstellt. Demnach sind dies im Wesentlichen nur noch Diesel-Fahrzeuge, die der Abgasnorm Euro 6 entsprechen sowie Benzin-Fahrzeuge mit der Norm Euro 3 und höher. Alle Details und mögliche Alternativen hier ...
Grüne Plakette B MK 5653 (Guilloche)
Die grüne Umweltplakette oder auch Feinstaubplakette genannt ist für Euro-4 Fahrzeuge vorgesehen, die in deutsche Umweltzonen einfahren wollen. Die Information zur Deutschen Umweltplakette erfolgt in 21 Sprachen und kann bei uns innerhalb 24h käuflich erworben werden ...
Wir geben Ihnen den Überblick über die verschiedenen Plakettenarten, die bei Feinstaub-, Stickoxid-, Elektro-, CO₂- und Umweltthemen durch nationale Behörden eingesetzt werden. Wir besorgen Ihnen die notwendigen Plaketten und Vignetten der jeweiligen Länder in Europa ...
Green Zones informiert auf über 40 Europäischen Webseiten zur Thematik Feinstaub/Stickoxide, Umwelt und CO2 in mehr als 20 Sprachen über die zunehmenden Einschränkungen des Verkehrs in den Europäischen Ländern durch die Einrichtung von Umweltzonen ...